Hey ihr Lieben,
ich hoffe, bei euch ist alles in Ordnung. Vorletzte Woche hat endlich mein Fotokurs angefangen, aber ich muss leider gestehen, meine Kamera und ich kommen nicht über ein. Zwar bin ich etwas vom Automatik-Modus weg, weiß einigermaßen an welchen Rädchen und Knöpfen ich drehen und drücken muss, aber die Namen dieser ganzen Prozedur (auch Einstellungen genannt) kann ich mir beim besten Willen nicht merken. Das ist für mich wie Mathe oder Physik. Ich kann es einfach nicht. Irgendwie frustrierend, aber ich versuche das Beste daraus zu machen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass der Fotokurs meiner Meinung nach nicht für Menschen wie mich ohne Grundkenntnisse geeignet ist. Verzweifelt saß ich am ersten Abend mit meiner Mutter zwischen hobbymäßigen Vollprofis, die derweil schon zig Kurse und Exkursionen mitgemacht haben.
Die Ideen für die Exkursion hatten und meinem Gesicht waren nur Fragezeichen zu entnehmen. Nun gut, nach der Abstimmung für das Thema, hat mir einer der anderen Teilnehmern erstmal eine Grundeinstellung außerhalb der Automatik-Modus-Welt für meine Kamera verpasst. Die ersten 2 Bildchen meiner Trinkflasche waren genau das, was ich wollte. Scharfer Vordergrund, verwischter Hintergrund. Ein wenig erheitert ging ich nach Hause, am nächsten Tag wurde direkt zur Kamera nach der Arbeit gegriffen, aber die Bilder hatten gar nicht den gewünschten Hintergrund-verschwommen-Effekt. Frustriert wurde die Kamera ganze 1 1/2 Wochen in die Ecke gelegt, der Blog vernachlässigt, mangels Bildmaterial und das Ego war vorerst unter der Couch in der letzten Ecke verschwunden. Gestern war die besagte Fotoexkursion, für die ich nach dem ersten Treffen absolut keine Muße übrig hatte. Nun ja, beim ersten Versuch für ein Bild hätte ich mich am Liebsten heulend und mit den Händen auf den Boden trommelnd auf den Boden geworfen und musste wirklich tapfer meine Unzufriedenheit und das in sich zusammengebrochene Ego verstecken. Jemanden um Hilfe bitten, ist für mich ungefähr so schwer, wie auf Schokolade zu verzichten. Kennt das noch Jemand? Das Gefühl, sich eingestehen zu müssen, dass man es allein nicht schafft, auch wenn es natürlich vollkommen menschlich ist, dass man nicht alles direkt kann. Wie auch schon bei der Fondanttorte wurde mir klar, es gibt nicht einfach so den Ausbildungsberuf zum Fotografen.
Gut, kurzer Seelenstriptease meinerseits, eiiiiigentlich wollte ich euch was ganz anderes zeigen. Und zwar meine, ähhhähm unsere neuen Esszimmerstühle. Gekauft in der wohl schönsten Stadt Deutschlands, meiner Herzensstadt Hamburg. Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, wie man solche hässlichen Stühle kaufen kann.
Und dann auch noch direkt 6 Stück an der Zahl. Also in meinem Kopf sahen sie natürlich schon anders aus. Natürlich war das auch alles total einfach. In meinem Kopf zumindest.
Dass sich unter dem furchtbar hässlichem Stoff noch ein Weiterer befindet, man erstmal ca 150 Tackernadeln pro Stuhl raushebeln musste, an diese Vorstellung hatte ich nie einen einzigen Gedanken verschwendet. Das Streichen ging relativ zügig von der Hand und der erste Versuch, den Stuhl mit dem neuen Stoff zu beziehen, war auch wirklich ziemlich simple. Man muss halt einfach nur immer wieder den Stoff glattziehen.
Und Tadaaaa.
So sieht's nun aus.
Und noch im direkten Vergleich.
Was sagt ihr? Kein Vergleich oder? Ich muss dazu gestehen, dass die Stühle optisch durch den grauen Stoff perfekt zur Couch passen, da sowohl das Material, als auch die Farbe ziemlich identisch sind.
Vera würde das nun auf den Monk in ihr schieben. Bei der Sache erkenne ich eine gewisse Parallele, ohne mich auch nur annähernd mit ihr vergleichen zu wollen (Ego und so, ihr wisst schon). Aber der Optik wegen, musste das schon so sein, wie es nun ist, weil Wohn- und Esszimmer in einander über gehen und es mich sonst in meiner optischen Wahrnehmung stören würde.
Und was wäre ein Tisch ohne Deko? Genau, gar nichts. Zumindest bei mir. Und da ich bei den großen Bloggern teilweise schon letzte Woche Osterdeko gesehen habe, hab ich doch mal bei Depot vorbei geschaut. Die ein oder andere Dekoidee habe ich dann zu Hause umgesetzt, schließlich habe ich gelernt, dass man als Blogger mindestens 3 Wochen vor dem nächsten Fest die Dekoideen präsentiert. Völlig unspektakulär also an dieser Stelle mein Beitrag dazu.
Die Wand hinter dem Esstisch ist leider noch immer nackt, da fehlt noch die passende Idee. Ich arbeite daran. Habt ihr Ideen? Und vor allem würde mich interessieren, wie ihr österlich dekoriert und was euer letztes DIY- Projekt war.
Erzählt doch mal.
♥